| Rückblicke
Letzte Änderung: 19.10.2026

Social Media Netzwerktreffen im Oktober

Mehrere Personen unterhalten sich in einem Raum
© Angelina Reichert

Wie können wir eine Social-Media-Strategie entwickeln, die auch mit wenig verfügbarer Zeit umsetzbar ist? Und wie kommunizieren wir unsere Themen – von Klimaschutz bis soziale Gerechtigkeit – so, dass sie bei unserer Zielgruppe ankommen?

Darum ging es bei unserem Netzwerktreffen „Social Media Narratives for Change“ am 1. Oktober im Café Gustav, das wir gemeinsam mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) organisiert haben.

In der Runde saßen Engagierte u. a. aus den Bereichen BNE, Jugendarbeit und internationale Zusammenarbeit. Neu mit dabei waren zum Beispiel die Hoffnungsträger Stiftung, das Evangelische Jugendwerk in Württemberg, die Klima Arena und das Green Office der Universität Stuttgart.

Hier die wichtigsten Learnings des Austauschs:

  • Social Media mit wenig Zeit: Viele stehen vor der Herausforderung, ohne Vorkenntnisse in Social Media einzusteigen und trotzdem direkt hohe Erwartungen erfüllen zu müssen. Dazu kommt: Zeit ist fast überall knapp. Deshalb ging es auch darum, wie sich die vorhandenen Kapazitäten gut nutzen lassen, etwa mit Redaktionsplänen, festen Routinen und Collab-Posts. Auch KI-Tools kamen kurz zur Sprache. 
    Die Kommunikationsberaterin Katrin Gildner legt ihren Schwerpunkt auf Vereine und soziale Organisationen. Sie bietet zum Beispiel Online-Workshops zum Thema Content-Recycling an.
  • Diskriminierungssensibel kommunizieren: Angesprochen wurde auch, wie wir gesellschaftliche Themen verständlich und diskriminierungssensibel erzählen können. 
    Hilfreich ist z.B. die Broschüre „Mit kolonialen Grüßen“ von glokal e.V..
  • Caption für die Zielgruppe schreiben: Auf Instagram kann die Bildunterschrift so formuliert werden, dass der Algorithmus die Zielgruppe erkennt und den Post passend ausspielt, z. B. „Dieses Reel ist für alle, die gerade neu nach Stuttgart gezogen sind …“. Der Hintergrund: Instagram funktioniert inzwischen ähnlich wie eine Suchmaschine und wertet Captions als Textsignal aus. Hashtags dienen eher der Einordnung als der Reichweite. Das Thema sollte deshalb in der Caption klar benannt und nicht nur angedeutet werden. Seit Juli 2025 können öffentliche Beiträge professioneller Instagram-Konten außerdem über Google gefunden werden (Kontentino: So funktioniert die Instagram-Suche).
  • In der Plattform-App bearbeiten: Inhalte lassen sich oft am einfachsten mit der Editor-App der jeweiligen Plattform bearbeiten, bei Instagram etwa mit Edits. Die kostenlose App bietet unter anderem eine Timeline für präzisen Schnitt, automatische Untertitel in mehreren Sprachen, die Musikbibliothek von Instagram und den Export ohne Wasserzeichen, auch für andere Plattformen. In einem Ideen-Bereich lassen sich Entwürfe und Notizen sammeln, und Insights zeigen, wie die eigenen Reels laufen (futurezone: Instagram Edits im Test).
  • Zielgruppe enger fassen: Es wurde darüber diskutiert, dass Zielgruppen meistens zu weit gefasst sind und man sie eigentlich enger fassen müsste. Eine offene Frage war, ob das für den ganzen Kanal gilt oder nur für die jeweiligen Posts. Ein möglicher Weg ist beides: eine klare Kernzielgruppe für den Kanal und für jeden Post eine konkrete Situation. Das passt auch zur Funktionsweise der Instagram-Suche: Je genauer ein Beitrag beschreibt, für wen er ist, desto besser kann er den passenden Menschen angezeigt werden.

Es war ein sehr schöner Nachmittag, und es tat gut, mal wieder persönlich mit anderen in den Austausch zu kommen – dafür bleibt oft zu wenig Zeit. Danke an alle, die dabei waren! Wir freuen uns auf das nächste Treffen Anfang 2027.

Social-Media-Netzwerk in Baden-Württemberg: Werde Teil davon

Möchtest auch du Teil unseres Social-Media-Netzwerks werden? Dann melde dich bei uns! Das erwartet dich:

  • Weitere Netzwerktreffen (kostenlos)
  • Zugriff auf den Wissens-Speicher des Netzwerks
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Engagierten, die den gleichen Themen- oder Zielgruppenfokus haben
  • Direkte Unterstützung aus der Community bei Fragen oder z. B. bei der Bewerbung eigener Veranstaltungen
  • Regelmäßig News zu anstehenden Social-Media-Veranstaltungen in Baden-Württemberg und Infos zu aktuellen Entwicklungen in der Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltigkeitskommunikation

Das Netzwerk richtet sich an alle, die im Bereich Social Media arbeiten oder Social-Media-Aufgaben übernehmen, unabhängig davon, wie häufig und mit welchem Erfahrungslevel. Auch Ehrenamtliche aus Vereinen und Initiativen sind herzlich willkommen. 


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